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Ankunft im verschneiten Himalaya

Nach einem langen, aber spektakulären Flug sind wir glücklich in Ladakh angekommen. Die Aussicht auf dem Flug von Delhi nach Leh war gigantisch: Wie ein endloser Teppich aus Schaumkronen lagen die Gipfel des Himalaya unter uns ausgebreitet. Nun müssen wir uns bereits gründlich erholen. Den raschen Aufstieg auf eine Höhe von 3500m ü. M. steckt keiner von uns einfach weg und so gönnen wir uns im Moment viel Ruhe und verbringen die Zeit mit Tee trinken, kurzen Spaziergängen und vor allem viel Schlaf.

Am meisten habe ich mich auf das Wiedersehen mit meinen Ladakhi-Freunden gefreut. Die Begrüssung war herzlich, fröhlich hängten sie mir eine Khata, einen weissen Glücksschal, um den Hals. Danach tauschten wir bei einem Tee Neuigkeiten aus den letzten acht Monaten aus. Tundup erzählte mir vom harten Winter und dem schwierigen Frühjahr mit viel Schnee und kalten Temperaturen. Da es heuer ausserordentlich kalt gewesen sei, liege noch immer sehr viel Schnee für die Jahreszeit. Für die einheimischen Bauern bedeutet das eine verspätete Aussaat. Ladakh leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels, Wetterschwankungen bringen ein über Jahrhunderte ausgeklügeltes Landwirtschaftssystem in Bedrängnis. Chewang Norphel, ein weiterer meiner Freunde aus Ladakh, hat deswegen das Leh Nutrition Project auf die Beine gestellt. Sein Engagement überzeugt uns, deswegen unterstützen wir das Projekt auch im Rahmen von Mountainbike 6000.

Der Schnee liegt auch jetzt noch runter bis auf 5000m ü. M. - und das Mitte Juli! Schneebedeckte Pfade wären natürlich keine gute Ausgangslage für den 6000er Rekordversuch. Aber ich will mir jetzt keine Sorgen machen, bis Anfang August bleibt der Sonne ja noch etwas Zeit, den Schnee wegzuschmelzen.

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