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Gratulation Martin

Vor sechs Tagen landeten Martin und ich in Kloten und unser Abenteuer ging in der Empfangshalle zu Ende. Nach zwei Monaten auf über 4000 Metern brauche ich eine Weile, bis ich mich wieder an das Klima in der Schweiz gewohnt habe.

Kaum stieg ich aus dem Auto vor meinem Elternhaus, erhielt ich die ersten Gratulationen. Das von einem Pöstler, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Auch mein Briefkasten wartete mit einer grossen Überraschung. Die Stadtväter meiner Heimatstadt schickten mir einen persönlichen Brief und gratulierten zum Geleisteten. Auch einen ausserordentlichen Anerkennungsbeitrag erhielt ich von den Behörden.

Das Alles freut mich sehr, ich schätze die Freude und Anteilnahme meiner Umgebung sehr, nur ich selbst verspüre nur sehr gedämpfte Freude. Ich war losgezogen um einen Weltrekord zu schlagen und zurück gekehrt bin ich ohne ihn. Natürlich waren die Umstände unbeschreiblich widrig und meine Leistung mitten in der Naturkatastrophe sehr respektabel.

Wenn ich an diesen Tag zurück denke, meine Fahrt durch 30 Kilometer Geröllhalden, durch Steilhänge und Schneefelder, bin ich überzogen, dass dies wohl die Leistung meines Lebens war. Obwohl ich auf dem Bike in einer Höhe unterwegs war, in der andere Sauerstoff zum Gehen brauchen, fühlte ich mich unglaublich gut. Selbst auf 6000 Metern verspürte ich keine Probleme, wo selbst unsere einheimischen Begleiter wegen starken Höhenkopfschmerzen umkehren mussten.

Meine Leistung hat mich begeistert, doch genau das ist es was mich auch enttäuscht. Das Bewusstsein, dass mehr drin gelegen wäre, wären doch der Schnee und die Stürme nicht gewesen.

Doch ich spreche hier nur von einem Teil unserer Expedition. Martins Rolle muss ich auch mal hervorheben. Er hat mich auf der gesamten Fahrt bis 6002 Meter begleitet und das Abenteuer auf Film und Fotografie dokumentiert. Noch nie zuvor war er in einer solchen Höhe unterwegs. Er kämpfe mit Höhenkopfschmerzen und schaffte es doch Film- und Fotomaterial zu produzieren, dass noch weite Wellen schlagen wird. Erste Interessenten, wie das Schweizer Fernsehen, grossen Bike Magazin und andere Medien haben schon angeklopft. Gratulation Martin!

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Mountainbikereisen im Himalaya