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„Ich bin zufrieden mit dem Himalaya-Rekord"

Wir sind heute in Thugje am Tso Kar See angekommen und organisieren von hier die Weiterreise nach Leh. Wir haben gerade mit einem Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in Leh telefoniert und Informationen zum Zustand der Strassen erhalten. Wir müssen sicher 20 bis 30 Kilometer der Strecke zu Fuss gehen und sollten es in zwei Tagen nach Leh geschafft haben. Wenigstens ist das Wetter heute besser: Es hat aufgetan und es scheint sogar die Sonne.

Gestern an unserem Ruhetag im Camp hatte ich ausreichend Zeit, mir die Geschehnisse der vergangenen Tage durch den Kopf gehen zu lassen. Die schreckliche Natur-Katastrophe in Leh konnte natürlich niemand vorausahnen. Normalerweise regnet es hier in Ladakh kaum, die starken Gewitter und Hagelstürme waren auch für die Einheimischen ungewohnt. Am Montag, als ich auf sechstausend Meter hinaufgefahren bin, verunmöglichte Schnee und schliesslich ein Hagelsturm, noch weiter zu fahren. Konditionell wäre ich dazu in der Lage gewesen. Daher hat es nicht geklappt mit dem Weltrekord, den ich eigentlich angestrebt habe: Im April dieses Jahres fuhr der Deutsche Andre Hauschke in Chile mit seinem Mountainbike bis auf 6085 m hinauf.

Ich bin der Erste, der im Himalaya auf einen Sechstausender gefahren ist. Mit diesem Rekord muss ich jetzt zufrieden sein. Angesichts der Katastrophe in Leh möchte auch nicht noch einmal einen Versuch starten, sondern so schnell wie möglich in die Hauptstadt um zu sehen, wie wir die Einheimischen vor Ort unterstützen können. Sonst helfen sie mir immer, jetzt kann ich etwas davon zurückgeben. Ob ich nächstes Jahr versuche, den Weltrekord zu brechen, steht noch in den Sternen.

 

Aufgezeichnet von Mirjam Fuchs.

wettergewalt

Wettergewalt im Himalaya: Abendszene während der Expedition 2009.

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Mountainbikereisen im Himalaya