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Sojarisotto und Jägereintopf

Ich bin nicht gerade für meine Kochkünste bekannt, trotzdem lud ich Martin vergangenes Wochenende zu einem Abendessen ein. Ich hatte fest versprochen, etwas Leckeres zu kochen und mich bei der Vorbereitung ins Zeug gelegt. Martin staunte nicht schlecht, als er den mit Servietten und Sonntags-Besteck gedeckten Tisch sah. Doch wie gesagt: biken fällt mir definitiv leichter als kochen. Skeptisch blickte mir Martin entgegen, als ich mit dem Wasserkocher in der Hand ins Esszimmer kam. In einen silbernen Beutel schüttete ich 6 dl kochendes Wasser, rührte einmal um und voilà, fertig war das Festmahl!

Bevor ich nämlich säckeweise Trockennahrung in den Himalaya schleppe, wollte ich wissen, wie gefriergetrocknete Fertigmahlzeiten so schmecken. Grundsätzlich macht die Beutelnahrung ja Sinn: Sie braucht wenig Platz, ist schnell zubereitet und liefert wichtige Nährstoffe. Doch so fein sie dem Namen nach klangen („Gartengemüse-Sojarisotto" und „Jägereintopf mit Rindsfleisch und Hörnli"), so enttäuschend war das fertig „gekochte" Essen. Das Sojarisotto schmeckte nach Karton, der Jägereintopf war ein brauner, undefinierbarer Brei. Nicht gerade appetitlich. Martin und ich waren uns nach dem Testessen einig: Auf unserer Expedition essen wir lieber den Curry-Reis und die sonnengetrockneten Aprikosen der Einheimischen.

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