Starke Unwetter gefährden den Rekordversuch
06. August 2010
Auch wir sind von den starken Regenfällen in der Region betroffen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir sind alle gesund und munter! Aber vergangene Nacht fegten zahllose starke Gewitter über unser Camp hinweg, von überall her blitzte und donnerte es. Unsere einheimischen Begleiter waren voller Angst: Solches Wetter haben sie in Ladakh noch nie erlebt! Auch uns wurde es mulmig beim Gedanken an einen Blitzeinschlag, wir machten praktisch kein Auge zu und beschlossen schliesslich, unsere Sachen zusammenzupacken und loszugehen.Heute haben wir per Satellitentelefon von den schlimmen Verwüstungen in der Hauptstadt Leh gehört: Eine Schlammwelle hat die Stadt überrollt und über 80 Menschen in den Tod gerissen. Wir sind sehr betroffen! Viele Gebäude, auch der Flughafen, seien beschädigt. Das Kommunikationssystem ist zusammengebrochen und wegen dem schlechten Wetter können nicht einmal Helikopter mit Hilfsgütern in Leh landen. Stündlich steigen die Opferzahlen. Wie es wohl unseren Ladakhi-Freunden in Leh ergangen ist? Auch unsere einheimischen Begleiter machen sich grosse Sorgen um ihre Angehörigen. Wir überlegen uns deshalb, ob wir nicht umkehren sollen und den Rekordversuch abbrechen. Aber zurzeit sind wir wohl sicherer hier oben auf 5300 m ü M, denn die Schlammwellen bedrohen vor allem die tiefer gelegenen Regionen.
Aufgezeichnet von Mirjam Fuchs.

Wolkenhimmel über Leh: Martin und Claude am letzten Abend vor der Abreise.








