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Stürzen ist menschlich

Dienstag, 19:05 Uhr: Ich liege auf dem Waldboden und atme gepresst ein und aus. Nein, ich bin nicht schwanger, sondern liege nach einem Sturz unter meinem Golden Willow Bike. Als erstes spüre ich den Schmerz in meinen Finger, denn ich habe während dem Fall noch probiert, das Bike abzufangen, als wir plötzlich die Position gewechselt haben: Ich unten, mein Bike oben. Dabei erwischte ich den falschen Ort, ich griff direkt ins drehende Rad, mitten in die Speichen. Autsch! Mühsam rapple ich mich hoch, was ist passiert?

Den Nachmittag verbrachte ich auf einem meiner „Haus-Trails", der ein abwechslungsreiches Uphill-Training und eine rasante Abfahrt verspricht. Die Hinauffahrt verlief problemlos: Das steile Felsband konnte ich mühelos hochfahren, es folgte ein Abschnitt mit Switchbacks und Wurzelpassagen. Vor einem Baum musste ich dann doch noch absteigen und das Bike auf die andere Seite heben. Zehn Minuten später hatte ich es geschafft, ich stand oben und schaltete mein Bike in den Downhill-Modus. Auch die folgende Wegstrecke sollte mir eigentlich keine Mühe bereiten: Eine der wenigen nicht befahrbaren Stellen der Strecke, ein umgefallener Baumstamm, lässt sich normalerweise mit einem kleinen Sprung überwinden.

Auf der Abfahrt war ich hoch konzentriert und legte mich voll ins Zeug. Der Sprung kam näher, ich fokussierte die Kurve, dachte an die Bewegung, an das Gefühl beim Absprung. Doch so weit sollte es gar nicht kommen. Ein kräftiger Schlag von links, ein Ruck und ich flog durch den Wald. Im Dornengestrüpp landete ich zwar einigermassen weich, doch das Bike folgte unsanft hinter mir her.Völlig auf den Sprung konzentriert hatte ich mich mit der Pedale in einer kleinen Wurzel verhängt. Ein klassischer Fahrfehler.Wenn man wie ich täglich mehrere Stunden auf dem Bike verbringt, kann ein solcher Fehler aus Unachtsamkeit gerne passieren.

Ich versuche aufrecht zu stehen, aber verspüre sofort Schmerzen, durch meine Beine scheint Blei zu fliessen, das Knie fühlt sich taub an. "Oh nein, nur das nicht, nur nicht verletzt sein!" fährt mir durch den Kopf. Ich bin mitten in meiner wichtigsten Trainingsphase, in vier Monaten will ich auf einen 6000er rauffahren, da zählt jeder Tag der Vorbereitung.

Ich beisse die Zähne zusammen, hier gebe ich nicht auf! Ich stosse das Bike humpelnd wieder bergauf, so lange die Muskeln noch warm sind, wiederhole ich den Sprung einige Male, jedes Mal gelingt er mir und ich vergesse die Schmerzen.

Doch erst am nächsten Morgen zeigt sich das wirkliche Ausmass meines Sturzes: Mein rechtes Bein ist blau vor lauter Blutergüssen. Ich habe jedoch Glück, nichts ist gebrochen, die Prellungen werden heilen und die defekten Parts des Bikes werden von BIONICON grosszügig ersetzt.

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bionicon

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Mountainbikereisen im Himalaya