Auch der Fotograf muss in Form sein
| 11. Juni 2010
Ich schaue neidisch auf Claudes Trainingspläne und weiss: ich komme NIE im Leben auf 25 Stunden pro Woche. Ich weiss aber auch von unserem letztjährigen Shooting im Himalaya: die Expedition wird kein Spaziergang im Park für mich, auch ich muss meinen Körper auf die Strapazen in der Höhe vorbereiten.In meinem Tagesrucksack schleppe ich etwa 13 Kilogramm Fotomaterial mit. Um die besten Shots einzufangen, packe ich eine Nikon Spiegelreflexkamera (D700), ein Weitwinkelobjektiv (12-24mm), ein Normalobjektiv (24-70mm), eine Teleobjektiv (70-200mm), ein Blitz, zwei Funkauslöser und ein Stativ ein. Unten im Basecamp ist noch die Backup-Kamera (D300s), ein Backup-Blitz, ein grosses Stativ, ein Laptop sowie ein ganzer Haufen Akkus und Batterien. Klar, es ginge wohl auch mit weniger Ausrüstung. Ich bin aber einfach nicht bereit, einen Kompromiss bei der Qualität einzugehen. Da schleppe ich lieber ein bisschen mehr mit mir rum!
Während Claude mit leichtem Tagesrucksack auf seinem Bike unterwegs ist, begleite ich ihn zu Fuss. Es gibt Streckenabschnitte, die ich auch mal abkürzen und im Jeep zurücklegen kann. Aber auf den 6000er hoch gibts keine Strasse. Ich freue mich zwar auf den Aufstieg zu Fuss, es ist mir aber klar, dass ich nur mit genügend Ausdauertraining Schritt mit Claude halten kann. Als Intensivtraining habe ich mir diesen Frühling gleich zwei Wochen Rennradferien auf Sardinien gegönnt, einmal im April, das zweite mal im Mai. Auch wenn "Gümmele" etwas öder ist als Mountainbiken, ist es ein idealer Training für die Ausdauer. Und um die Wanderschuhe einzulaufen, habe ich Ende Mai noch eine Woche Wandern in den Nationalparks von Kroatien angehängt.
Die Vorbereitungen sind echt hart, aber ich will mich mal nicht beklagen, denn die Expedition im Himalaya wird alles andere in den Schatten stellen!









