Weihnachten im April
| 30. April 2010
Gestern war unser gesamter Hauseingang blockiert: Der Pöstler hatte vier riesige Pakete vor die Tür gestellt, zwei davon so gross wie unser Küchentisch. Mit Hilfe von Martin Bissig brachte ich die Kisten in mein Büro und wir öffneten eine nach der anderen. Meine Sponsoren hatten das bestellte Material für die Expedition geliefert. Im Paket von VELOPLUS fanden wir Trockennahrung, GPS Geräte, Helm, Wasserdesinfikations-Tabletten und viele andere kleine Helfer. VAUDE sendete uns Outdoorkleidung, begeistert wühlten wir uns durch die Zelte, Schlafsäcke, Jacken und die Thermounterwäsche. Fast wie Weihnachten im April!
Wir versuchten, uns einen Überblick über die Lieferung zu verschaffen und teilten das Material untereinander auf. Da Martin sich um die technische Umsetzung des Ganzen kümmert, packte er Solarladegerät, Kameras und Batterien in seine Kiste. Die Schlafsäcke und Zelte bleiben bei mir. Sie müssen uns bei Temperaturen bis minus 15 Grad wärmen...
Die extremen Wetterbedingungen im Himalaya stellen nicht nur ans Material höchste Ansprüche, auch unsere Körper werden auf die Probe gestellt. Tagsüber, in der starken Bergsonne, wird es bis zu 30 Grad heiss. Ohne Sonnenschutz wäre die Tour undenkbar! Doch kaum ist die Sonne hinter den Berggipfeln verschwunden, fällt das Thermometer auf Null Grad. Deshalb brauche ich eine vielseitige Ausrüstung: Vom Sonnenschutzfaktor 50+ bis zu den extra warmen Schuhüberzügen von Vaude muss alles mit ins Gepäck.
Bei meiner letzten Expedition im Himalaya im September 2009 erlebte ich auf einer Höhe von 4800 Meter über Meer mehrere eiskalte Nächte. Am Morgen war jeweils alles gefroren. Selbst mein Schlafsack, ein bisschen feucht von der Ausatmungsluft, war hart gefroren. Für den kommenden Sommer bin ich jedoch zuversichtlich, das Top-Material unserer Sponsoren wird uns den Rücken freihalten für das wirklich Wichtige: Den Rekordversuch am 6000er.








